Demokratieferne Auffassungen in einer Kommune als Herausforderung für sozialräumliche Demokratieentwicklung

Das Projekt untersucht die Entstehung demokratieferner Auffassungen in einer Kommune am Beispiel des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Mit Hilfe von Interviews soll in diesem Kontext herausgefunden werden, mit welchen Haltungen und Handlungsstrategien unterschiedliche Gruppen der Bevölkerung auf soziale Fragestellungen und Verwerfungen reagieren. Ebenfalls soll geklärt werden, ob es einen Zusammenhang mit der Vermittlung formaler und informeller Bildung gibt.

Auf der Grundlage der Erkenntnisse von Engagementforschung und der Analyse von Verfahren der Demokratieentwicklung in anderen Städten und Ländern wird ein Prozess der sozialräumlichen Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf ausprobiert und etabliert. Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden evaluiert und für die Beratung von weiteren Städten und Kommunen aufbereitet.

 

Projektlaufzeit: 01.10.2017 bis 31.03.2020        

 

Demokratieferne Einstellungen in einer Kommune. Das Beispiel Marzahn-Hellersdorf

Demokratieferne Einstellungen werden seit September 2015 verstärkt in der Bundesrepublik Deutschland sichtbar. Die gegenwärtig wahrgenommenen Entwicklungen sind weitgehend unerforscht. Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf kam es, im Zuge der Aufnahme einer großen Zahl von flüchtenden Menschen und der Einrichtung von Asylbewerber_innenheimen, zu einem Wiederaufflammen rassistischer Ressentiments und zu Erfolgen für rechtspopulistische Parteien. Damit ist Marzahn-Hellersdorf beispielhaft für ein Phänomen, das bundesweit unter dem Begriff der „Wutbürger“ diskutiert wird.

 

Mit diesem Projekt wird untersucht, wie es zur Entstehung demokratieferner Einstellungen kommen kann.

 

Basierend auf den Forschungsergebnissen sollen zielgruppenspezifische Handlungsempfehlungen entwickelt werden, um demokratiedistanzierten und demokratiefeindlichen Haltungen entgegenzuwirken.

 

 

Projektlaufzeit: 15.03.2017 bis 31.12.2018

 

Besucher/innen-Umfrage der Berliner Landeszentrale für politische Bildung

2018 fand die dritte Besucher/innen-Umfrage der Berliner Landeszentrale für politische Bildung durch das Europa-Institut für Soziale Arbeit e.V. statt. Ziel der Befragung war die Erhebung des Nutzungsverhaltens, der Zufriedenheit und Wünsche der Besucherinnen und Besucher an die Berliner Landeszentrale für politische Bildung Berlin. Ein besonderer Schwerpunkt des Monitorings lag auf dem Vergleich und den eventuellen Veränderungen zu den Umfragen von 2004 und 2010.

 

Projektlaufzeit: 03/18- 09/18